Brunswick – die Braunschweiger – ist eine der traditionsreichsten deutschen Weißkohlsorten, seit dem 19. Jahrhundert im Anbau und bis heute die erste Wahl, wenn es um eines geht: richtig gutes Sauerkraut.
Was macht Brunswick besonders? Der Zuckergehalt. Die festen, blassgrünen, leicht abgeflachten Köpfe erreichen 2,5–3,5 kg und enthalten überdurchschnittlich viel Zucker – genau das braucht die Milchsäuregärung beim Fermentieren. Das Ergebnis: aromatisches, ausgewogenes Sauerkraut, wie es mit zuckerarmen Sorten kaum gelingt. Dazu kommt ein hoher Vitamingehalt, der das fertige Kraut zur Vitamin-C-Quelle für den Winter macht.
Natürlich überzeugt die Sorte auch frisch: als Krautsalat, in Kohlrouladen oder geschmort. Der hervorragende Geschmack war der Grund, warum die Braunschweiger über Generationen weitergegeben wurde.
Als mittelspäte Sorte ist Brunswick etwa 120–130 Tage nach dem Auspflanzen erntereif. Vorkultur ab März/April, die Setzlinge bis spätestens Ende Mai ins Freiland pflanzen. Kohl ist ein Starkzehrer – nährstoffreicher Boden und gleichmäßige Wasserversorgung sind Pflicht.
Für wen eignet sich diese Sorte? Für Fermentier-Fans, Selbstversorger und alle, die eine bewährte, samenfeste Traditionssorte anbauen wollen – das Saatgut kannst du selbst gewinnen.